Homepage von Jürg Häusermann

Medienwissenschaft, Radio, Rhetorik, Hörbuch


Thursday, September 9. 2010

Radiotipps für die Woche vom 6. bis 12. September 2010


Kafka, Kanzler und da knackt nichts
Aus dem Inneren eines Überwachungsstaates

Von Holger Siemann
Di, 07.09.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature
Ein junger Mann erfährt durch eine Panne bei seinem Mobilfunkbetreiber, dass er von Verfassungsschutz und BKA abgehört wird. In einer Zeitung, der Polizisten die Abhörprotokolle verkauft haben, liest er ein Gespräch seiner Freundin im Wortlaut. Die Schlagzeile, seine Verhaftung als angeblicher Gründer der terroristischen Vereinigung "Militante Gruppe" stehe unmittelbar bevor, lässt ihn wochenlang bei jedem Geräusch hochschrecken.
Nach sieben Jahren vergeblicher Bemühung um Aufklärung, nach Hausdurchsuchung und schließlich doch noch erfolgter Verhaftung zieht das Bundesverfassungsgericht eine Grenze. Der "Terrorist" erhält Akteneinsicht, das Verfahren wird eingestellt. Obwohl die Geheimdienste sich der Aufklärung verweigern, lässt sich die paranoide Geisteshaltung der Ermittler anhand ihrer eigenen Aufzeichnungen nachvollziehen. Ist das ein seltener Glücksfall? Oder ist es ein Unglücksfall - weil alles andere als selten? In Deutschland wird 30-mal mehr abgehört als in den USA.

The next Joseph Dunninger
Im Reich der Mentalisten

Von Mareike Maage
Mi, 08.09.2010 | 00.5-1.00 | DR Kultur Feature
Bereits in den 1920er-Jahren hypnotisierte in den USA der "Master Mind of Mental Radio" Joseph Dunninger die Zuhörer über die Radiowellen und las ihre Gedanken. In Bühnenshows präsentierte er seine übersinnlichen Fähigkeiten und erfand den Begriff "Mentalist".
Bis heute ist es in der wundervoll schummrigen Welt der Magie nicht nur viel gemütlicher als da draußen an der Realitätsfront, es ist vor allem unterhaltsamer. Die Wissenschaft stößt bei Phänomenen wie Spuk oder Gedankenübertragung an ihre Grenzen. Aber muss man immer alles verstehen? Es ist ja nicht die Gewissheit, die uns glücklich macht, sondern die beste Geschichte.
Das Stück entstand im Zusammenhang mit dem Schwerpunkt "Mental Radio" an der Bauhaus-Universität Weimar.

Taha spielt jetzt Geige
Das Langzeitprojekt "Jedem Kind ein Instrument" der Kulturhauptstadt Ruhr 2010

Von Eva-Maria Götz
Fr, 10.09.2010 |20.10-21.00 | DLF Feature
Ein Instrument spielen zu können und mit anderen Kindern gemeinsam zu musizieren - für 43.300 Kinder aus 522 Grundschulen in 42 Kommunen im Ruhrgebiet ist das kein unerfüllbarer Wunsch mehr. Das Programm "Jedem Kind ein Instrument" - kurz: Jeki - ist seit 2007, auch nach dem Regierungswechsel in Düsseldorf, das Vorzeigeprojekt der nordrhein-westfälischen Landesregierung in Sachen musikalischer Bildung.
Das Besondere an "Jeki": Musiker und Musikschullehrer erteilen Unterricht nicht mehr nur nachmittags an der Musikschule, sondern an den örtlichen Grundschulen, idealerweise während der Unterrichtszeit, idealerweise gemeinsam mit den Klassenlehrern. Es ist ein ehrgeiziges Projekt - mit vielen Licht-, aber auch mit Schattenseiten. Und vielleicht ein Modell für eine neue Form des Unterrichtens und des Lernens.
Eva-Maria Götz blickt auf die vergangenen drei Jahre des Projektes zurück.

Verkauft!
Wie Ayub, Akhdar, Ahmed und Abu Bakr im Gefangenenlager Guantánamo Bay landeten

Von Christian Lerch
Sa, 11.09.2010 | 18.05-19.00 | DR Kultur Feature
2001 erreichen vier uigurische Männer ein Bergdorf nahe der afghanischen Stadt Jalalabad. Sie waren aus der westchinesischen Provinz Xinjiang vor politisch-religiösen Repressionen geflohen. Vom sogenannten "Krieg gegen den Terror" wissen die Männer nichts - bis zu dem Tag, an dem Bomben auf das Bergdorf fallen.
Sie fliehen und werden von Einheimischen als "enemy combatants" für 5000 Dollar pro Kopf an die US-Armee verkauft. Zunächst landen sie in einem Lager in Kandahar, danach für vier Jahre im Lager von Guantánamo Bay. Seit 2006 leben sie als Asylbewerber in Tirana, Albanien.

Liebe ohne Segen
Katholische Priester, ihre Frauen, ihre Kinder

Von Erich Reißig
Sa, 11.09.2010 | 13.05-14.00 | BR2 radioFeature
Viel Leid, viel Depression, viel Hoffnungslosigkeit auf der einen, viel Unwahrheit und Heuchelei auf der anderen Seite sind mit dem Zölibat ins Leben katholischer Priester und ihrer Frauen sowie die Herzen ihrer Kinder eingezogen. Nach Schätzungen leben heute etwa ein Drittel der rund 14000 katholischen Priester in einer Beziehung, viele verheimlichen diese, doch inzwischen bekennen sich immer mehr zu ihr und müssen in der Folge ihr Amt aufgeben. Ein Problem für die Kirche, gewiss, aber eines, das weitgehend wenn nicht verschwiegen, so doch von den Kirchenoberen immer wieder klein geredet wird. Mit einem Federstrich des Papstes könnte die Pflicht zur Ehelosigkeit abgeschafft werden. Es sieht indes nicht so aus, als werde dies in naher Zukunft geschehen, auch wenn wegen des wachsenden Priester-mangels eine Lockerung im Interesse der Kirche vernünftig erschiene. Jüngst sagte dazu der Kardinal Claudio Hummes, Präfekt der Kleruskongregation in einem Interview: „Die Ehelosigkeit der Priester ist kein Dogma, sondern eine disziplinarische Norm, über die man diskutieren kann.“
In der Sendung kommen Priester und ihre Frauen zu Wort. Sie erzählen aus ihrem Leben und den Schwierigkeiten, die sich aus dem Zölibatsgebot ergeben und wie sie damit umzugehen lernen. Es sind sehr persönliche Schilderungen, die freilich rasch über das private Leben hinausweisen und ein Schlaglicht auf die Gegenwart der katholischen Kirche werfen.

Der Meister und der Dilettant
Wie ich zehn Takte auf einer Stradivari spielen wollte

Von Helmut Kopetzky
So, 12.09.2010 | 18.05-19.00 | hr2-kultur | Feature
Die 300 Jahre alten Violinen des Antonio Stradivari sind Kulturdenkmäler. Keines der etwa 600 erhaltenen Exemplare kostet weniger als eine Million Euro.
Da ist der obsessive Wunsch eines Amateurs, einmal zehn Takte auf einer „echten Stradivari“ spielen zu dürfen, ebenso verständlich wie zum Scheitern verurteilt, oder? Helmut Kopetzky versucht es dennoch – und erfährt, dass moderne Nachbauten der „Strad“ nahezu ebenbürtig klingen.



 

Friday, August 13. 2010

Radiotipps für die Woche vom 23. bis 29. August 2010


Die Americana-Krähe
Auf der Suche nach Tom Waits

Von Jochen Marmit
Mi, 25.08.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature
Die amerikanische Krähe lebt am Rande großer Städte und ernährt sich von den Brosamen der Zivilisation. Auch Tom Waits siedelt am Rande der Gesellschaft. Nicht nur, weil er aus Sperrmüll einzigartige Instrumente baut, er singt vor allem von Menschen, die den amerikanischen way of life nicht gehen wollen oder können. Seine Songs geben diesen Außenseitern eine Stimme: kaputt und melancholisch, liebestrunken, lustvoll, whiskeyselig - auf der Bühne wie auf der Leinwand.
Die Dokumentation folgt den wichtigsten Stationen seines Lebens: von Los Angeles, wo Waits sich als alkoholisierter Post-Beatnik entwarf; nach New York, wo er seine Frau und Muse Kathlin Brennan kennenlernte; zurück nach Nordkalifornien, wo der dreifache Vater heute lebt. Zu Wort kommen Weggefährten, Kritiker, Kollegen, Fans und der Meister selbst.

Ägypten 2.0
Die Macht der Blogger

Von Thilo Guschas
Sa, 28.08.2010 | 18.05-19.00 | DR Kultur Feature
Wer in der Google-Bildersuche "Ägypten" eintippt, soll nicht mehr nur Fotos von Pyramiden zu sehen bekommen, sondern Bilder von Polizeifolter. Das ist nur eines der vielen ambitionierten Ziele kritischer Ägypter. Das Netz ist ihr Medium. Indem sie Missstände im eigenen Land an die Weltöffentlichkeit bringen, wollen sie einen politischen Wandel erzwingen.
Wirksamstes Mittel sind Blogs: Internet-Tagebücher, die mit Videoclips, TV-Mitschnitten und Protest-Songs eine unzensierte Sicht auf die Verhältnisse bieten. Das Spektrum ist breit, es gibt auch Zwischentöne und abwägende Kritik. Das Internet ist zu einer politischen Instanz in Ägypten geworden.

Spuren in eine andere Zukunft
Der Alternative Nobelpreis - und was daraus wurde...

Von Geseko von Lüpke
Sa, 28.08.2010 | 14.05-15.00 | BR2 radioFeature
Ökologische, soziale und wirtschaftliche Probleme haben bei vielen Menschen eine enorme Fantasie und Kreativität geweckt. Überall auf der Welt sind grüne Sprösslinge aus verbrannter Erde gewachsen: zahllose lokale Initiativen, die Gegenmodelle erdacht und friedlich umgesetzt haben. Sie handeln statt zu resignieren, und sie legen wie Pfadfinder Spuren in eine bessere Zukunft.
Seit 30 Jahren arbeitet die „Right Livelihood Foundation“ daran, die vielversprechendsten Zukunftsprojekte in aller Welt ausfindig zu machen; mit dem „Alternativen Nobelpreis“ verschafft sie ihnen weltweite Publizität: Vom Schutz der Umwelt, der kulturellen Vielfalt und der Menschenrechte bis zu einer gerechten Entwicklungspolitik auf der Basis einer nachhaltigen Ökonomie reichen die Initiativen. Als Gegenstrategie zur Globalisierung bauen sie auf lokale Stärke und ein neu erwachendes Selbstbewusstsein der Menschen in aller Welt, die ihre Zukunft wieder in die eigenen Hände nehmen. Sie sprachen schon über ‚Nachhaltigkeit’, lange bevor dieser Begriff ins Vokabular der Politiker aufgenommen wurde. Sie bauten schon an einer anderen Welt, bevor die Rede war von ‚no future’. Und ihr Erfolg macht sie längst zu Modellen für eine gerechte, friedliche und ökologische Zukunft. Die mit diesem Preis ausgezeichneten Aktivisten haben begriffen, dass kein lokales Problem isoliert vom Rest der Welt zu lösen ist, aber die Welt als Ganzes sich nicht ändern wird, wenn nicht im Kleinen damit begonnen wird.

Die hohe Kunst der Beleidigung
Von Rolf Cantzen
So, 29.08.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag
Einen Ordnungshüter so zu nennen, wie einst Joschka Fischer den Bundespräsidenten "mit Verlaub" genannt hat, kann teuer werden. Der Fußballprofi Stefan Effenberg zahlte 100.000 Euro Strafe für ein schlichtes "Arschloch" bei einer polizeilichen Verkehrskontrolle. Interessanter sind subtile Beleidigungen wie die sogenannten "Schmähkritiken", "ehrverletzende Tatsachenbehauptungen" oder satirische Zeichnungen. Die Grenzen zur legitimen Meinungsäußerung sind hier fließend. Öffentliche Persönlichkeiten müssen sich hier – die Rechtsprechung zeigt dies – einiges gefallen lassen. Im eher robusten Feld der Politik entwickelt sich die Beleidigung selten zur hohen Kunst, eher schon bei Philosophen und Schriftstellern.












 

Friday, August 13. 2010

Radiotipps fü die Woche vom 16. bis 22. August 210


"Angekummen in Berlin"
Die vergessenen Shtetels der Stunde null

Von Gabriel Heim
Di, 17.08.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature
Es sollte ein Übgergang sein, aber es wurden oft Monate oder Jahre. Sie wollten nach Palästina oder in die USA. Doch zunächst ging es für 80.000 Juden 1946 nach Berlin.
S-Bahn-Station Schlachtensee; der grüne Süden Berlins. Nichts erinnert heute daran, dass die Amerikaner hier 1946 das größte Transitlager der Westsektoren für die 80.000 Juden errichtet hatten, die sich bis zum Sommer 1948 nach Berlin retteten.
Sie kamen aus den Lagern, der Zwangsarbeit, aus ihren Verstecken oder aus den fernen Sowjetrepubliken, wohin sie von Stalin deportiert worden waren. Sie alle wollten weiter nach Palästina oder in die USA. Berlin war für sie nach Jahren der Verfolgung und der Entbehrung der erste Ort, um sich wieder dem Leben zuzuwenden.
Die Transitlager entwickelten sich zu kleinen jüdischen Städten mit Schulen, einer Zeitung, Werkstätten, Ärzten, koscherer Küchen und einer Synagoge. Es wurde Theater gespielt und über Politik debattiert. Die Hagana versuchte, junge Frauen und Männer für den Krieg in Palästina anzuwerben.
1948 löste General Eisenhower die Lager zu Beginn der Berlin-Blockade auf. Die letzten 6000 Juden wurden nach Westdeutschland ausgeflogen.

Scuse me while I kiss the sky
Jimi Hendrix zwischen Himmel und Hölle

Von Lothar Nickels
Mi, 18.08.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature
Ob Flucht aus der Armee, Auswanderung nach England oder das unstillbare Verlangen nach Frauen - Jimi Hendrix war ruhelos, nie zufrieden mit seiner Umwelt, nie mit sich selbst. Mit 27 Jahren starb er am 18. September 1970 an einer Überdosis Schlaftabletten.
Seine experimentelle und innovative Spielweise wurde von vielen seiner Kollegen bewundert. Auf die Frage, wie er seine Songs schreibe, sagte Hendrix: "Ich träume 'ne Menge, und viele dieser Träume tauchen in meinen Songs auf."

Ein Botschaftsgarten voller Gäste
Als Diplomat im Sommer '89 in Budapest

Von Marianne Wendt und Christian Schiller
Sa, 21.08.2010 |18.05-19.00 | DR Kultur Feature
Im Sommer 1989 fliehen hunderte DDR-Bürger in die bundesdeutsche Botschaft in Budapest. Während Detlof von Berg, der ständige Vertreter der BRD, im engen Korsett des Diplomaten an einer politischen Lösung arbeitet, droht die Situation zu eskalieren.
Überfüllte Schlafräume, Schlangen vor den Toiletten, und niemand weiß, wie lange das Provisorium dauern wird. Im neu errichteten Lager finden über 36 000 Flüchtlinge Schutz, doch schnell wächst die Angst vor dem langen Arm der Staatssicherheit.
Detlof von Bergs Rückblick wird ergänzt durch die Erinnerungen von zwei DDR-Flüchtlingen und der Tochter des Diplomaten. Ein ungarischer Sommer, der Geschichte machte.

Auf der Suche nach dem verlorenen Ich
Die verschleppten Kinder der Plaza de Mayo

Von Erika Harzer
Sa, 21.08.2010 | 14.05-15.00 | BR2 radioFeature
Argentinien ist zur Zeit dabei, seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Endlich untersuchen die Gerichte die Verbrechen, die während der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 begangen wurden, und ziehen die Täter zur Verantwortung. Mord und Entführung der politischen Gegner waren an der Tagesordnung. An die 30 000 Menschen sind damals spurlos verschwunden. Noch immer suchen Angehörige auch nach einigen der etwa 400 Kinder, die den Gegnern des Regimes geraubt wurden, nach jungen Männern und Frauen, die als Babies fremden Eltern unterge¬schoben wurden und heute um die 30 sind. Die Suchenden sind die Großmütter der Plaza de Mayo, eine Reihe engagierter Frauen, die sich zusammengeschlos¬sen haben, um ihre Enkelkinder zu finden.
Eine dieser Großmütter ist Buscarita Roa. Im November 1978 verschleppten die Militärs ihren Sohn, die Schwiegertochter und ihre 8 Monate alte Enkelin Claudia. Im Februar 2000 endlich fand sie das geraubte Baby als junge Frau wieder. Auch die heute 30-jährige Maria Victoria „Vicki“ Moyano Artigas gehört zu den Kindern, die in der Zeit der Militärdiktatur ihrer Identität beraubt wurden. Sie wurde in einem der vielen gehei¬men Folterzentren geboren und kurz danach ihrer Mutter weggenommen. Als 9-Jährige er¬fuhr sie im Januar 1988, wer ihre wirklichen Eltern waren und dass die, die sich bisher als ihre Eltern ausgaben, mit den Militärs kooperiert hatten. Vicki und die 5 Tage ältere Roxana lernten sich kennen bei Aktionen für die Aufhebung der Amnestiegesetze, die die Täter lange Zeit vor Verfolgung schützten. Über die gemeinsame Aufarbeitung der Geschichte ihres Landes suchen sie nun nach ihrer eigenen Identität.

Die Meisterdiebe Franz und Erich Sass und die 20er-Jahre in Berlin
Von Gabi Schlag
So, 22.08.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag
Es ist eine bemerkenswerte Geschichte. Die Geschichte der Meisterdiebe Franz und Erich Sass. Von 1925-1935 hielten die beiden Ganoven Berlin in Atem. Sie waren die Lieblinge der Presse und der Berliner. Nach ihren Einbrüchen gaben sie Pressekonferenzen im Restaurant Lutter und Wegner, und sie waren das Vorbild für Paul Gurks Roman "Tresoreinbruch" (Berlin 1935). Von der Polizei wurden sie gejagt, verhört, in Untersuchungshaft gesperrt, aber letzten Endes immer wieder wegen Mangel an Beweisen auf freien Fuß gesetzt. Ihr Gegenspieler, der Kriminalkommissar Max Fabich, hatte im Laufe der Jahre ein fast freundschaftliches Verhältnis zu den beiden entwickelt.
Ihr größter Coup: die Diskontobank am Wittenbergplatz. Sie leeren alle Safes und verstecken den Schatz. Bis heute weiß niemand, wo. Nur Max Fabich war sich sicher: irgendwo im Grunewald.
Mit der Machtergreifung Hitlers fliehen die Brüder nach Dänemark, vier Jahre später werden sie an Nazideutschland ausgeliefert, in das KZ Sachsenhausen gebracht und vom späteren Auschwitzkommandanten Rudolf Höß ermordet.
Die Brüder Sass haben nie jemandem ein Haar gekrümmt. Da hatten sie ihre Ehre. Und mit ihnen all die anderen Ganoven der 20er-Jahre in Berlin: Muskel-Adolf, Mollen-Albert, Klamotten-Emil und Palisaden-Ede und natürlich Aktien-Mietze. Die Geschichte der Gebrüder Sass führt uns in das Berlin der 20er-Jahre, zur Großstadtkriminalkultur und zu der Frage, warum echte Gauner eigentlich immer Moralisten sind - und ob es heute überhaupt noch welche gibt. Mit Einschüben aus dem Roman von Paul Gurk "Tresoreinbruch" (Berlin 1935).












 

Tuesday, August 10. 2010

Radiotipps fü die Woche vom 9. bis 15. August 210


Mit Grenzen leben
Die alte Militärstraße von Lissabon

Von Tilo Wagner
Di, 10.08.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature
Sie sind illegal, aber geduldet: Die Siedlungen außerhalb der Lissabonner Stadtmauer. Nun aber droht der Abriss. Jahrzehntelang gewachsene soziale Strukturen sollen Luxusbauprojekten weichen. Doch so leicht lassen sich die Siedler nicht vertreiben.
Im 19. Jahrhundert ließ das portugiesische Militär rund um Lissabon einen Festungswall bauen, der die Hauptstadt vor feindlichen Angriffen vom Land her schützen sollte. Ein Jahrhundert später nutzten Einwanderer aus dem ländlichen Portugal und später aus Afrika den planierten Streifen für ihre illegal errichteten Siedlungen. In dem geduldeten Provisorium haben sich über die Jahrzehnte längst feste lokale Gemeindestrukturen entwickelt.
Jetzt aber sind diese Lebensräume bedroht, weil sich die Grenzen der wachsenden Stadt verschieben und die besetzten Gebiete zurückgefordert werden, um neue, exklusive Bauprojekte zu realisieren. In den Plattenbauvierteln, die entlang der alten Militärstraße errichtet werden, zerbrechen die alten sozialen Bindungen der umgesiedelten Gemeinden. Kriminalität und gewaltsame Konfrontationen nehmen zu. Und es formiert sich Widerstand gegen die Umsiedlung.

Yolla
Eine Sängerin zwischen Paris und Beirut

Von Hala Alabdalla
Mi, 11.08.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature
Als junge Frau gehörte Yolla zur Gesangsgruppe von Marcel Khalifé in Beirut. Sie waren Linksaktivisten im Bürgerkrieg und flohen ins Pariser Exil. Nach ihrer Heirat wurde Marcel als Sänger und Oud-Spieler weltberühmt. Yolla widmete sich den Söhnen Rami und Bachar, die ebenfalls Musiker wurden. Nun wagt sie erste behutsame Schritte zu einer eigenen Gesangskarriere.
Wir hören Yolla im Studio, auf Metrofahrten durch Paris, bei der Gesangsstunde mit Yasmine Masri (bekannt aus dem Film "Caramel") und im Duett mit ihrer Mutter im Libanon. Ein atmosphärischer Einblick in Yollas Innenleben.

Spiegelbilder im Spannungsfeld
Identifikation und Rivalität unter Schwestern

Von Gabriele Bondy
Sa, 14.08.2010 | 14.05.-15.00 | BR2 radioFeature
Sie lieben sich, sie hassen sich. Und auch, wenn sie sich voneinander entfernen, bleiben sie doch ein Leben lang miteinander verbunden. Sie gleichen sich wie ein Ei dem anderen… oder können verschiedener nicht sein, innerlich wie äußerlich.
Sie gehen als Kinder Hand in Hand durch dick und dünn, oder bekämpfen sich. Wer bekommt die Rolle der Schönen, wer die der Klugen in der Familie zugewiesen?
Ist die eine Liebling des Vaters, so scheint die andere Liebling der Mutter zu sein.
Rivalinnen um Elternliebe und Aufmerksamkeit sind sie allemal, auch wenn es ihnen nicht immer bewusst ist.
Ob Erst- Zweit- oder Drittgeborene, die Reihenfolge beeinflusst das Selbstbewusstsein auf allen Ebenen. Ob leibliche Schwester, Halb- oder Stiefschwester, die Schwester ist auch das Spiegelbild der eigenen Seele und Befindlichkeit.
Wer ist die Gute? Wer ist das Biest?
Wer dominiert? Wer passt sich an? Die Schwester ist die erste Beraterin, aber auch Konkurrentin, wenn es um Männer geht. Und die Beziehung zur Schwester wird oft Muster für andere Kontakte zum weiblichen Geschlecht.
Gabriele Bondy trifft Frauen, die zum Thema „Meine Schwester(n) und ich“ einiges zu sagen haben. Sie ergänzt ihre Spurensuche mit Belegen aus Literatur und Humanwissenschaften. So wird die Sendung zum Psychogramm einer spannungsreichen Beziehung.

Futureflashback (2)
Willkommen im History Adventure Park 2500!

Von Ulrich Land
So, 15.08.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag
Was bleibt und was verschwindet? Was überdauert unsere Gegenwart? Und was sagt es unseren Nachfahren? Nach den materiellen Hinterlassenschaften unserer Zeit fragt Autor Ulrich Land im zweiten Teil seiner Zukunftsreise ins Jahr 2500 nach den ideellen Werten. Wenn schon von unseren Bauwerken nur Stahlbetongerippe, AKWs und Schuttkegel, von unseren Autos nur die Fahrgestelle, von unserer bildenden Kunst allenfalls die Grabengel übrig bleiben, was wird dann aus unseren Filmen, den Museen und Bibliotheken, aus den Radiowellen, die wir in den Äther schicken, was aus unserer Rechtsordnung? Unsere Gegenwart aus der Zukunft betrachtet.












 

Monday, August 2. 2010

Radiotipps für die Woche vom 2. bis 8. August 2010


"Verzehr auf eigene Gefahr"
Eine Essensausgabestelle in Berlin

Von Johanna Olausson
Di, 03.08.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature
Auf den Kirchenbänken warten Studenten, schlecht gelaunte ältere Männer, Frauen mit Kopftüchern und ein sehr junges Paar mit einem Säugling. Als im Mittelgang ein Kreisel aufgezogen wird, kommt Unruhe auf.
Einige stehen auf, um besser sehen zu können, wo der Kreisel hält. Das entscheidet, wer zuerst drankommt. Diese Szene spielt sich jeden Samstag in der "Kirchengemeinde an der Panke" im Berliner Wedding ab.
Ehrenamtliche Mitarbeiter des Projekts "Laib und Seele" verteilen hier Nahrungsmittel an Bedürftige, die in den Geschäften nicht mehr verkauft werden können. Eine ältere Dame, die neben einem Schild mit der Aufschrift "Verzehr auf eigene Gefahr" Joghurt verteilt, schimpft: "Manche meckern dann immer, dass das Datum abgelaufen ist." Ein Mitarbeiter, der im Hof halb verwelkte Rosen verteilt, begrüßt eine Familie, die in der Schlange steht überaus freundlich und sagt: "Die gehören hier zu unseren Dauergästen." In dem kleinen Kosmos, der hier jeden Samstag zusammenfindet, kennt jeder jeden.

Oscars mythische Welten
Wie ein Schweizer nach Brasilien zog und sein Macondo fand

Von Constanze John
Fr, 06.08.2010 | 20.10-21.00 | DLF Feature
Oskar hat sich in der brasilianischen Hochebene Chapada dos Veadeiros einen Namen gemacht. Man erzählt sich von ihm. Sogar noch in der 200 Kilometer entfernten Hauptstadt Brasilia. Oskar ist ein stiller Mann. Aber um ihn herum geschehen die Geschichten. Überhaupt ist die Chapada voller Geschichten.
Von einem Portal in die Zukunft wird erzählt, von einer unterirdischen Stadt und von magisch anziehenden Bergen. Man fühlt sich erinnert an das Macondo, den fiktiven Ort aus "Hundert Jahre Einsamkeit" des Kolumbianers Gabriel García Márquez. Das Mythische und das Reale vermischen sich schwindelerregend, und geerdet bleibt nur, wer hier auch seiner Arbeit nachgeht: als Landarbeiterin, als Leiterin eines Kinderdorfes, als Kulturbotschafter oder Wissenschaftler. Oder eben als der Wärter des Mondtals, des Vale da Lua. Denn Oskar, der Einwanderer aus der italienischen Schweiz, führt gemeinsam mit seiner brasilianischen Frau Marie eine Pousada. Seine Herberge ist immer voller Gäste.

Alice findet Wunderland
Junge Migranten mit JuMBO in die Arbeitswelt

Von Regina Leßner
Sa, 07.08.2010 | 18.05-19.00 | DR Kultur Feature
JuMBO steht für Junge Migranten/Beruf & Orientierung und verspricht den Teilnehmern, Migranten unter 25 Jahren, den Einstieg ins Arbeitsleben. Auch die Mitarbeiter des Projekts haben einen Migrationshintergrund. Die Hamburger Initiatoren beteiligten sich mit JuMBO am Ideenwettbewerb "Jugend in Arbeit" und gewannen 2006 den Landesförderpreis.
Im Bundeswettbewerb dann wurde JuMBO als eines der innovativsten Modelle zur Berufsintegration in Deutschland gekürt - vom Land, vom Bund und aus dem Europäischen Sozialfonds mit 1,2 Millionen Euro pro Jahr "gesponsert".
Über die Realität berichten Kaljan, Jalda und Zaynab, die als 1-Euro-Jobber von ihrer Arbeitsagentur zu JuMBO geschickt wurden.

Total normal
Annäherung an das Mittelmaß

Von Wiebke Matyschok
Sa, 07.08.2010 | 13.05-1400 | BR2 radioFeature
Das durchschnittliche deutsche Wohnzimmer befindet sich in Hamburg. Durchschnittlich groß, durchschnittlich hell, durchschnittlich freundlich. Eingerichtet von den Kreativen einer Werbeagentur nach dem Geschmack des Otto-Normalverbraucher oder den nach Kriterien der Marktforschung ermittelten Verkaufszahlen. Willkommen im häufigsten Wohnzimmer der Republik! Familie Mustermann, die eigentlich Müller oder Schmidt heißen müsste, fühlt sich wohl zwischen Sitzgruppe mit Bezügen aus pflegeleichtem Kunstleder in gedecktem Orange, heller Anbauwand mit Kunststoffoberflächen in Holzoptik und Kunstfaser-Auslegeware in Blau. Die Glasplatte des Couchtischs zieren Rosen, ein Glas mit Salzstangen und die Fernbedienung für den großen Fernseher. Außerdem besitzen Vater Thomas, 42 Jahre alt, Mutter Sabine, 39 Jahre alt, Sohn Alexander, 12 Jahre alt, plusminus 30 Bücher. „In der Mitte wirst Du am sichersten gehen“, gab der antike Dichter Ovid einst eine Weisheit von sich. Den Zeitgeist moderner Zeiten scheint er damit kaum zu treffen. Da wird allseits das Streben nach dem Besonderen, dem Außerordentlichen, die Zugehörigkeit zu einer „Elite“ beschworen. Aber Durchschnitt? Oder: Mittelmaß? Wer will schon nur von sich sagen können, dass er gerne nur dem Durchschnitt entspricht? Ist das Mittelmaß nicht eigentlich doch das Maß der meisten Dinge? Oder ist der Mittelwert nur eine statistische Größe, die bloß vermeintlich Normalität abbildet?

Futureflashback (1)
Willkommen im History Adventure Park 2500!

Von Ulrich Land
So, 08.08.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag
Was bleibt und was verschwindet? Was überdauert unsere Gegenwart? Und was sagt es unseren Nachfahren? Welche Schlüsse ziehen kommende Generationen aus den Ruinen unserer Zivilisation? Denn wir hinterlassen eine ganze Menge: Asphalt, Beton und Marmor, Brücken und Schlösser, Autobahnen und Atomkraftwerke. Und was noch? Wie groß sind Haltbarkeit und Halbwertzeit der Monumente unserer Zivilisation? Eine akustische Reise durch einen archäologischen Erlebnispark im 25. Jahrhundert zeigt, was möglich und unmöglich ist und welche Aussichten die Zukunft auf unsere Gegenwart bietet. Schnallen Sie sich an und heben Sie ab! (Teil 2, Sonntag, 15. August, 14.05 Uhr)









 

Monday, July 26. 2010

Radiotipps für die Woche vom 26. Juli bis 1. August 2010


Joachim Gauck im Gespräch mit Walter Langlott
Streiter gegen das Vergessen

Von Otto Köhler
Mo, 26.07.2010 | 23.05-23.30 | SWR2 ARD Radiofestival DLF Feature - Das Gespräch
Als ehemaliger Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde hat Joachim Gauck eine besondere Berühmtheit erlangt: Sein Name stand für die von ihm geleitete Behörde. Der einstige Pfarrer aus Rostock und Mitbegründer des Neuen Forums ist in den zehn Jahren seiner Tätigkeit vom bloßen Aktenverwalter zur obersten Instanz der deutsch-deutschen Vergangenheitsbewältigung geworden. In zahlreichen Publikationen befasst er sich mit der „Würde der Unterdrückten“ und sieht den „Untertan als Bewohner der Moderne“. Heute leitet Gauck in Berlin den Verein „Gegen das Vergessen – Für Demokratie“, weil er die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit nicht den kommenden Generationen überlassen will. Die Akten einer Diktatur, so Gauck, seien die Apotheke gegen Nostalgie.

Etwaige Belastungen
Der Bund der Vertriebenen sucht seine Vergangenheit

Von Otto Köhler
Di, 27.07.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature
"Durch Wahrheit zum Miteinander". So lautet das Leitwort für 2010 des Bundes der Vertriebenen, der in diesem Jahr sein secchzigjähriges Bestehen begeht. Doch gilt das Credo auch in Bezug auf mögliche "nationalsozialistische Belastungen" in der Vergangenheit.
Eine "Machbarkeitsstudie" des Bundes der Vertriebenen, die nicht zur Veröffentlichung bestimmt war, hat die Aufmerksamkeit mancher Medien erregt. Diese Studie über "etwaige nationalsozialistische Belastungen früherer BdV-Repräsentanten" wurde - zum Teil sogar auf eigene Kosten - in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte erarbeitet und hat zu keinem abschließenden Ergebnis geführt.
Das Material war lediglich eine "Entscheidungshilfe" für den BdV, ob es "sinnvoll" sei, eine umfangreiche Studie "über diesen Themenkreis" erstellen zu lassen. Die Sinnhaftigkeit einer solchen Studie wurde inzwischen vom Bund der Vertriebenen bejaht, der das Institut für Zeitgeschichte mit ihrer Ausarbeitung beauftragte. Sie soll noch in diesem Jahr vorgelegt werden, zum 60. Jahrestag der Verkündung der "Charta der deutschen Heimatvertriebenen". Das Feature fragt, wie das nach sechs Jahrzehnten nie hinterfragter Verbandsgeschichte machbar sein kann.

So long good-bye
Von Harun Farocki
Mi, 28.07.2010 | 0.05-1.00 | DR Kultur Feature
In den Hansa-Studios in Berlin wird im April 1977 in 18 Stunden eine Disco-Single von drei Minuten Länge produziert, die auf der Erfolgswelle von Boney M. und Donna Summer in die Plattenregale schwappen soll.
Harun Farocki hat diese Produktion von Anfang bis Ende aufgezeichnet: Die Studiomusiker spielen die Noten prima vista, sie kennen weder Titel noch Namen der Gruppe, unter dem die Single verkauft werden wird. Die aus New York eingekaufte Sängerin hat leider nicht die Stimme, die man erwartet. Rhythmusgruppe und Chor sind unterbesetzt. Aber all das kann eine mit einer 24-Spur-Maschine gerüstete Produzententruppe nicht schockieren.
Die Sendung ist ein entlarvendes Zeitdokument über Professionalität und Stümperhaftigkeit in der Musikindustrie.

Bloody Sunday
Ein Blutbad in Nordirland und der schwierige Weg zu Wahrheit und Versöhnung

Von Matthias Fink
Sa, 31.07.2010 | 14.15-15.00 | BR2 radioFeature
Bernadette Devlin wollte gerade mit ihrer Rede beginnen, als die ersten Schüsse fielen. Wenn sie an diesen 30. Januar 1972 zurück denkt, als in der nordirischen Stadt Londonderry vierzehn unbewaffnete Demonstranten von britischen Fallschirmjägern erschossen wurden, kommen ihr zwei Worte in den Sinn: "blanker Terror". Ein halbes Jahr später erklärte der damalige oberste Richter Großbritanniens, die Toten und Verletzten hätten quasi selbst Schuld, weil sie an einer nicht genehmigten Demonstration teilgenommen hätten. "Das bedeutete, man konnte uns praktisch ungestraft tot schießen," erklärt die damalige Abgeordnete Bernadette Devlin. Deshalb tauchten nach diesem unseligen Sonntag so viele junge Männer zur Untergrundarmee IRA ab - Bloody Sunday, der endgültige Weg in ein Jahrzehnte währendes Blutbad.
Jetzt liegt der Bericht der größten Untersuchungskommission in der Geschichte Großbritanniens vor. Zwölf Jahre hat sie recherchiert. 240 Millionen Euro hat es den Staat gekostet. Der 5000 Seiten dicke Regierungsreport gibt eindeutig der britischen Armee die Schuld am Bloody Sunday. Premierminister David Cameron hat sich im Namen der Regierung und des ganzen Landes für die Bluttaten entschuldigt.
Matthias Fink war zum 30. Jahrestag in Londonderry (irisch: Derry) unterwegs, um den schwierigen Weg zur Wahrheit zu erkunden.

Arnold Zweig – Konflikte eines Bürgers
Ein Feature von Marcel Reich-Ranicki aus dem Jahr 1960

So, 01.08.2010 | 19.15-20.00 | hr2-kultur | Historische Porträts
In diesem Feature setzt sich Marcel Reich-Ranicki analysierend und kommentierend mit dem Werk Arnold Zweigs auseinander. Dabei geht er ebenso auf die „Novellen um Claudia“ ein wie auf die Werke „Der Streit um den Sergeanten Grischa“ oder „Das Beil von Wandsbek“.
Dabei entsteht die Skizze von Zweigs literarischem Weg, gleichzeitig ein kluges und lebendiges Porträt des Schriftstellers.












 
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